IHK ist besorgt über Brückensperrung

IHK ist besorgt über Brückensperrung
© KlausMJan / Adobe Stock

Stand: 12.09.2019

Die angekündigte Sperrung der B-288-Rheinbrücke zwischen Krefeld-Uerdingen und Duisburg bereitet der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein Sorgen. Ab Freitag dürfen Lastwagen ab 7,5 Tonnen Gewicht die Brücke nicht mehr befahren. „Mit diesem Verbot für mittelschwere und schwere Lkw verlieren die Unternehmen in der Region erneut eine wichtige Verbindungsachse zwischen den Binnenhäfen in Krefeld und Duisburg sowie zwischen den Chemparks in Uerdingen und Leverkusen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Wir hoffen, dass die notwendigen Reparaturarbeiten bei aller erforderlichen Sorgfalt so zügig wie möglich ausgeführt werden, um den Schaden für die Wirtschaft zu begrenzen.“

Für die IHK gilt es nun, dass mit Hochdruck an den Ersatzneubauten in Duisburg und Leverkusen gearbeitet wird. „Die außergewöhnlich schnelle Planfeststellung bei diesen Projekten war ein erster wichtiger Schritt“, erklärt Steinmetz. „Nun muss bewiesen werden, dass auch bei der Ausschreibung, der Vergabe und der Baudurchführung alle Register zur Beschleunigung gezogen werden.“

Für die IHK zeigt sich immer deutlicher, dass die von ihr seit vielen Jahren geforderten Kapazitätserweiterungen mehr als überfällig sind. „Dazu gehören neben einem leistungsgerechten Ausbau der Uerdinger Rheinbrücke vor allem die Sicherung der Fahrrinnentiefe des Rheins und der Bau einer neuen Schienenstrecke zwischen Antwerpen und den Binnenhäfen am Niederrhein“, sagt Steinmetz und ergänzt mit Blick auf die veralteten Zahlengrundlagen des Bundesverkehrswegeplans: „Die Politik sollte zur Kenntnis nehmen, dass die Gütermengen, die über die Häfen Antwerpen und Rotterdam nach Europa kommen beziehungsweise ausgeführt werden, stetig steigen und unsere Verkehrswege mehr und mehr belasten.“

Im Mai hatten sich die IHK Mittlerer Niederrhein und die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg - Wesel - Kleve zu Duisburg gemeinsam mit den Oberbürgermeistern von Krefeld und Duisburg dafür eingesetzt, dass der Ausbau der Uerdinger Rheinbrücke als „vordinglicher Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan behandelt wird.