Mehr Mobilität für Auszubildende

Mehr Mobilität für Auszubildende
© Lars Zahner / Adobe Stock

Stand: 23.01.2019

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein begrüßt die Pläne der nordrhein-westfälischen Landesregierung, für die rund 300.000 Auszubildenden im Land ein Azubi-Ticket einzuführen. Demnach können Azubis zum Start des Ausbildungsjahres 2019 in allen Verkehrsverbünden ein vergünstigtes Monatsticket kaufen. Durch die Erweiterung auf ganz NRW erhöht sich die Mobilität der Azubis auch über die heute noch starren Grenzen der Verkehrsverbünde hinweg.

„Wir fordern schon seit geraumer Zeit ein solches Azubi-Ticket, damit die Jugendlichen mobiler sind und noch mehr als bisher auch Ausbildungsangebote außerhalb ihrer Heimatregion nutzen“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Das ist ein wichtiger Beitrag dazu, die Berufsausbildung wieder attraktiver zu machen.“ Allerdings müsse sich bei der nun vorgelegten Lösung noch zeigen, ob der angekündigte Ticket-Preis in Höhe von circa 80 Euro im Monat angesichts der finanziellen Möglichkeiten von Auszubildenden nicht zu hoch ist.

Der Bedarf an ein solches Ticket ist groß: In einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern in NRW im vergangenen Jahr, an der sich mehr als 7.600 Azubis und knapp 1.500 Betriebe beteiligt hatten, sahen 76 Prozent der befragten Unternehmen Handlungsbedarf beim ÖPNV-Angebot für Auszubildende. Viele Azubis sind auf ein attraktives Monats- oder Jahresticket für Bus und Bahn angewiesen. In der Umfrage wünschten sie sich vor allem einen günstigeren Preis (77 Prozent) und einen größeren Geltungsbereich (49 Prozent). Wichtig war aus Sicht der Auszubildenden und der Unternehmen aber auch eine bessere ÖPNV-Anbindung der Betriebe.

Im Bezirk der IHK Mittlerer Niederrhein sind derzeit 10.919 Ausbildungsverhältnisse eingetragen, davon 2.823 in Krefeld, 2.479 in Mönchengladbach, 3.697 im Rhein-Kreis Neuss und 1.920 im Kreis Viersen.