Standortanalyse im Rheinischen Revier

Standortanalyse im Rheinischen Revier
© Chinnapong / Adobe Stock

Stand: 08.10.2019

Wie steht es um die Standorte Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen? Wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Wie beurteilen die Unternehmer ihren Standort? Und vor allem: Wie können sich die Standorte noch besser für die bevorstehenden Herausforderungen aufstellen? Diesen Fragen möchte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein zusammen mit den Städten Grevenbroich und Jüchen und der Gemeinde Rommerskirchen nachgehen. „Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen sind die Kommunen, die am stärksten vom bevorstehenden Strukturwandel betroffen sein werden“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Wir möchten daher mehr über die Stärken und Schwächen der Standorte aus Unternehmersicht erfahren.“

Deshalb hat die IHK insgesamt 1.500 Unternehmen an den drei Standorten angeschrieben und um Unterstützung gebeten. „Anhand eines Fragebogens können sie 58 Standortfaktoren hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Unternehmen und ihrer Qualität bewerten“, erklärt Steinmetz. Darüber hinaus können die Befragten die Auswirkungen des Braunkohleausstiegs auf ihr eigenes Unternehmen beurteilen. „Die Ergebnisse liefern uns wichtige Informationen darüber, wie die Standorte aktuell aufgestellt sind und was für eine bessere Standortqualität getan werden muss, damit sich neue Unternehmen ansiedeln und aus dem Strukturwandel kein Strukturbruch wird.“

Steinmetz freut es, dass die Städte Grevenbroich und Jüchen sowie die Gemeinde Rommerskirchen das Projekt unterstützen. „Die Entwicklungen der nächsten Jahre stellen uns vor große Herausforderungen“, erklärt Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen. „Damit unser Standort über den Strukturwandel hinaus wettbewerbsfähig bleibt, müssen wir schon heute die Weichen richtig stellen. Die Standortanalyse liefert uns entsprechende Erkenntnisse.“ Auch Harald Zillikens, Bürgermeister von Jüchen, blickt gespannt auf die Umfrage. „Unternehmen sind auf gute wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen angewiesen. Um unseren Standort zu stärken, müssen wir wissen, wo den Unternehmen der Schuh drückt.“ Bürgermeister Dr. Martin Mertens schließt sich seinen Amtskollegen an: „Auch wir unterstützen das Projekt der IHK gerne, weil wir erfahren möchten, welche Chancen und Risiken die Unternehmen am Standort sehen. Denn wir sind überzeugt, dass unsere Region trotz des bevorstehenden Strukturwandels viel zu bieten hat.“

Die IHK wird die Ergebnisse der Studie zusammen mit den Stadtverwaltungen Grevenbroich und Jüchen sowie der Gemeindeverwaltung Rommerskirchen in der ersten Jahreshälfte 2020 der Öffentlichkeit vorstellen. „Wir werden alle Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, dazu einladen“, kündigt Steinmetz an. „Das wird eine spannende Diskussion.“