Corona-Krise: IHK begrüßt Hilfsmaßnahmen des Bundes

Corona-Krise: IHK begrüßt Hilfsmaßnahmen des  Bundes
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Stand: 13.03.2020

Mehr als 57 Prozent der Unternehmen am Mittleren Niederrhein halten eine staatliche Unterstützung aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus‘ für notwendig. Dies geht aus einer Befragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein hervor. „Es ist daher gut, dass sich die Bundesregierung des Themas zügig angenommen hat“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz mit Blick auf den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld. Der Bundestag hat in einem beispiellosen Schnellverfahren einstimmig einem entsprechenden Gesetzentwurf zugestimmt. Demnach sollen mehr Unternehmen als bisher Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) ab April beantragen können. Betriebe sollen Kurzarbeitergeld schon nutzen können, wenn nur 10 Prozent der Mitarbeiter vom Arbeitsausfall betroffen sind – statt wie bisher ein Drittel. „Unsere Institutionen haben gezeigt, dass sie in der Lage sind, schnell zu handeln“, sagte Steinmetz. „Zügige und unbürokratische Hilfe ist auch dringend notwendig.“

Mehr als jeder neunte Unternehmer am Mittleren Niederrhein rechnet mit Liquiditätsengpässen in den kommenden Wochen im eigenen Betriebe. 31 Prozent der Betriebe halten finanzielle Überbrückungshilfen für notwendig. Vor allem Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche müssten mit massiven Einbußen rechnen, so die IHK. Sie registriert eine massive Zunahme von telefonischen Anfragen von Unternehmen aus dem Event-Bereich. „Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sind betroffen und brauchen Unterstützung“, berichtet Steinmetz. So halten 48 Prozent der Unternehmen eine unbürokratische Hilfe beziehungsweise die Vereinfachung von Antragsverfahren für notwendig. „Daher begrüßen wir auch die von der Bundesregierung angekündigten Steuererleichterungen und die in Aussicht gestellten unbegrenzten Kredite der staatlichen Förderbank KfW.“

Für Steinmetz geht es jetzt vor allem darum, dass kleine und mittlere Unternehmen schnell und unbürokratisch Zugang zu den Fördermitteln bekommen. „Wir wollen auch einen Beitrag leisten“, kündigte Steinmetz an. „Die IHK wird die Beiträge von Unternehmen, die durch die Corona-Epidemie in Schieflage geraten sind, stunden.“

Unternehmen, die Fragen rund um das Thema Corona-Virus haben, können sich an die IHK wenden. Informationen zum Corona-Virus sind online zu finden: www.mittlerer-niederrhein.ihk.de/22414. Fragen zur rechtlichen Aspekten beantworten Nadja Carolin Herber (Tel. 02151 635-414, E-Mail: herber@mittlerer-niederrhein.ihk.de) und Fragen zur Finanzierung und Fördermitteln beantwortet Bert Mangels (Tel. 02151 635-335, E-Mail: mangels@mittlerer-niederrhein.ihk.de).