IHK begrüßt Entscheidung für zweiten Berufsschulstandort

IHK begrüßt Entscheidung für zweiten Berufsschulstandort
© Kzenon / Adobe Stock

Stand: 08.03.2022

Die Gesundheitsbranche ist auf Wachstumskurs und wird künftig noch mehr Nachwuchskräfte ausbilden. Krankenhäuser, Arztpraxen, Labore, Pflegeeinrichtungen, Krankenkassen, Sanitätshäuser: Sie alle benötigen nicht zuletzt kaufmännische Unterstützung, um sich zu organisieren. Hier kommen die Kaufleute im Gesundheitswesen ins Spiel. Ein steigender Personalbedarf – auch im kaufmännisch-verwaltenden Bereich – wird von vielen Unternehmen der Gesundheitswirtschaft angemeldet. Deshalb begrüßt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein die Entscheidung, dass das Berufskolleg Volksgartenstraße für Wirtschaft und Verwaltung in Mönchengladbach dem Wunsch zahlreicher lokaler Gesundheitseinrichtungen nachkommt und ab dem neuen Schuljahr 2022/23 diesen innovativen und zukunftsorientierten Ausbildungsberuf anbietet.

„Der Fachkräftemangel ist für die Gesundheitswirtschaft ein wesentliches Geschäftsrisiko“, sagt Daniela Perner, Geschäftsführerin für den IHK-Bereich Berufliche Bildung und Handel. Das zeige das aktuelle Konjunkturbarometer Rheinland. „Für 58 Prozent der Betriebe der Branche ist der Fachkräftemangel ein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Das ist ein deutlich höherer Anteil als in der Gesamtwirtschaft.“

Das Gesundheits- und Sozialwesen ist einer der beschäftigungsstärksten Branchen mit starker Dynamik. Am Mittleren Niederrhein arbeiten knapp 76.700 Beschäftigte in Unternehmen dieser Branche. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten um 40 Prozent gewachsen. „Diese Zahlen unterstreichen, wie wichtig es ist, dass Unternehmen in diesem Bereich verstärkt Azubis einstellen und auch diesen neuen Berufsschulstandort künftig nutzen. Wir freuen uns, dass es neben Krefeld nun in Mönchengladbach einen zweiten Berufsschulstandort gibt und es für die künftigen Azubis leichter ist, zur Schule zu kommen. Damit sichern wir den Fachkräftebedarf in der Region“, so Perner.