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Der Brexit und seine Folgen

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Am 30. März 2019 verlassen die Briten die Europäische Union (EU).

Am 25. November 2018 haben sich EU und britische Regierung nach langen und ungewissen Verhandlungen auf einen Entwurf eines Austrittsabkommens geeinigt. Der Vertragsentwurf sieht vor, dass trotz Austritts der Status Quo der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU bis Ende 2020 vorerst erhalten bleibt. Danach soll das Vereinigte Königreich Mitglied einer Zollunion mit der EU werden, bis die dauerhaften zukünftigen Beziehungen ausgehandelt worden sind. Als wahrscheinlichste Variante gilt hier ein umfassendes Freihandelsabkommen zwischen Brüssel und London.

Damit es zu diesem geregelten Brexit kommt, muss zunächst das britische Parlament dem Entwurf des Austrittsvertrages zustimmen. Nimmt das Abkommen diese Hürde, müssen sich noch das Europäische Parlament und eine qualifizierte Mehrheit der 27 EU-Mitgliedstaaten hinter das Abkommen stellen.

Sollte der Entwurf des Austrittsabkommens scheitern, es also zu einem harten, ungeregelten Brexit kommen, dann würde Großbritannien bereits ab dem 30. März 2019 nicht mehr der Zollunion und dem europäischen Binnenmarkt angehören. Damit würde das Land sofort handelsrechtlich gegenüber der EU auf den Status eines Drittstaates zurückfallen. Zoll- und Passkontrollen würden kurzfristig wieder eingeführt mit den dann zu erwartenden kilometerlangen LKW-Schlangen an der britischen Grenze.

Klar ist bereits jetzt: Die Unternehmen müssen sich auf Veränderungen einstellen. Insbesondere im Warenverkehr wird es eine Reihe von Verschlechterungen geben. Die Vorbereitungen in den Unternehmen auf den Brexit können umfangreich sein – abhängig unter anderem vom künftigen Engagement in Großbritannien, von der Unternehmensgröße und der Branche.

Checkliste zur Vorbereitung auf den Brexit

Ob im Zollbereich oder bei der Mitarbeiterentsendung: Im Geschäftsverkehr mit Großbritannien werden sich nach dem 30. März 2019 – beziehungsweise nach Ablauf der zu erwartenden Übergangsphase – zahlreiche Änderungen und bürokratische Zusatzlasten ergeben, auf die sich Betriebe frühzeitig einstellen sollten. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat die Checkliste „Are you ready for Brexit?” herausgegeben, die Unternehmen bei ihrer Vorbereitung auf den Brexit unterstützen kann. In 18 Themenfeldern zeigt die Liste auf, wo Anpassungsbedarf in den Unternehmen herrscht. Sie wird im Lichte der Verhandlungsergebnisse schrittweise erweitert und aktualisiert. Die Checkliste ist im Download-Bereich erhältlich.

Brexit-Glossar

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat einen Brexit-Glossar herausgegeben, welches dazu dienen soll, die wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit dem Brexit kurz und knapp zu erklären. Das Glossar wird im Rahmen der weiteren Brexit-Verhandlungen stets aktualisiert und ergänzt. Das Glossar ist im Download-Bereich erhältlich.

Umfrageergebnisse: Wie wirkt sich der Brexit auf die Unternehmen aus?

In der DIHK-Umfrage „Going International 2018“ unter den auslandsaktiven Mitgliedsunternehmen der 79 Industrie- und Handelskammern wurden zum zweiten Mal die Perspektiven im Geschäft mit dem Vereinigten Königreich abgefragt.

Die Umfrage hat ergeben, dass die Unsicherheit bei den deutschen Unternehmen angesichts des fehlenden Verbindlichkeit der Briten und der damit verbundenen stockenden Verhandlungsfortschritte sehr hoch ist. Die Unternehmen äußern unter anderem Schwierigkeiten bei der adäquaten Vorbereitung auf den Brexit. Gleichzeitig wünschen sie sich, dass der Binnenmarkt geschützt bleibt. Eine weitere Forderung ist, dass Großbritannien bald belastbare Vorschläge für die künftigen Beziehungen vorlegt.

Die Kernaussagen der diesjährigen Umfrage zum Brexit sind:

  • Der bevorstehende Brexit ist bereits jetzt eine Belastung für Unternehmen
  • Ein unklarer Brexit und ein ungeregelter Übergang führen zu Unsicherheit
  • Die Vorteile eines gemeinsamen Binnenmarkts sind zu schützen

Die Umfrageergebnisse „Auswirkungen des Brexit“ sind als PDF im Download-Bereich zu finden.

Was passiert nach dem Brexit?

DIHK-Brexitexperte Mathias Dubbert zeigt drei mögliche Post-Brexit Szenarien auf:

Quelle: DIHK