Unternehmensumfrage „Going International“

Unternehmensumfrage „Going International“
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In welchen Zielregionen sind deutsche Unternehmen im Ausland tätig? In welcher Form engagieren sie sich? Welche Gründe bewegen Unternehmen, im Ausland zu investieren, welchen Geschäftserfolg haben sie dabei? Mit welchen Hindernissen haben Unternehmen zu kämpfen? Auf welche außenwirtschaftlichen Förderinstrumente kommt es in schwierigen Zeiten an? Diese und ähnliche Fragestellungen beantwortet seit 2005 die bundesweite Umfrage „Going International″ des DIHK mit Unterstützung der 79 IHKs.

Die Umfrageergebnisse richten sich als Leitfaden in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen, die sich mit der Erschließung neuer Märkte im Ausland beschäftigen. Schwerpunkte sind daher die strategischen Fragen, die sich den Firmen bei einem Gang ins Ausland stellen und die im Zuge einer gründlichen Vorbereitung in Deutschland bearbeitet werden sollten.

An der Online-Umfrage „Going International 2019″ haben sich im Februar 2019 insgesamt 2.100 auslandsaktive Unternehmen mit Sitz in Deutschland beteiligt. Die Umfrage untersucht Lage und Perspektiven der deutschen Außenwirtschaft weltweit. Gleichzeitig bewerten die Unternehmen Hemmnisse, denen sie auf den Weltmärkten gegenüberstehen, sowie Risiken, die sich insbesondere aus der Wirtschafts- und Außenwirtschaftspolitik einzelner Länder ergeben.

Kernaussagen

Die Ergebnisse der Umfrage 2019 im Überblick:

  • Die Abkühlung der globalen Konjunktur macht sich bei den international agierenden deutschen Unternehmen bemerkbar.
  • Handelsstreitigkeiten, Brexit und Unsicherheiten im Zusammenhang mit Sanktionen bremsen die Auslandsgeschäfte und trüben die Stimmung der exportorientierten deutschen Wirtschaft.
  • Weltweit erwarten nur noch 15 Prozent der Betriebe eine Verbesserung ihrer Geschäfte. Genauso viele rechnen mit einer Verschlechterung. Das ist der niedrigste Wert seit der Finanzkrise.
  • Fast jedes zweite Unternehmen registriert für seine Geschäfte in den vergangenen zwölf Monaten eine Zunahme von Handelshemmnissen im Ausland.
  • Von den Betrieben, die einen Anstieg an Handelsbarrieren feststellen, beklagen 56 Prozent Auswirkungen von Sanktionen (und Gegensanktionen) sowie Benachteiligungen durch lokale Zertifizierungs- und Sicherheitsanforderungen. Vor allem in Russland, den USA, der MENA-Region und in der Türkei kämpfen die Betriebe mit Hindernissen.
  • Die erwogene Einführung von amerikanischen Importzöllen auf europäische Autos und die zu erwartenden entsprechenden Gegenmaßnahmen der Europäischen Union (EU) bergen zudem die Gefahr einer Eskalation mit Zöllen und Gegenzöllen.