Informationen zu Liefer- oder Abholservice

Informationen zu Liefer- oder Abholservice
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Liefer- oder Abholservice:

Das Hotel- und Gastgewerbe ist finanziell von der Krise sehr stark betroffen. Auch in der zweiten Corona-Welle müssen alle Gastronomiebetriebe erneut schließen. Der Abhol- und Lieferservice bietet den Gastronomen eine geeignete Alternative, um das Geschäft weiterhin aufrechtzuerhalten und um einen Teil des Umsatzes zu erwirtschaften. Der Online-Shop wäre eine weitere Alternative, um Gutscheine, eigens hergestellte Produkte (Saucen, Gewürze etc.) oder Merchandising-Artikel zu verkaufen. Der Vorteil ist, den Kontakt zu Ihren Stammkunden aufrechtzuhalten sowie Neukunden zu gewinnen. Es können Personal, Lebensmittel und einzelne Gerätschaften weiterhin sinnvoll eingesetzt werden, und der Gast erhält weiterhin sein Lieblingsgericht.

Speisenangebot:

Wer sich für einen Abhol- und Lieferservice entscheidet, sollte sein Angebot sorgfältig prüfen. Es ist nicht immer sinnvoll, die komplette Speisekarte für den Lieferservice zu übernehmen. Einerseits müssen die Gerichte schnell zubereitet werden und andererseits keinen Qualitätsverlust erlangen. Die Lieferzeit darf keinen Temperaturunterscheid der Speisen bewirken. Daher reduzieren Sie Ihre Speisekarte sinnvoll.

Vermarktung:

- Homepage aktualisieren wie zum Beispiel: Änderung der Öffnungszeiten, Kontaktdaten erneuern, Hinweis auf Abhol- und Lieferservice, Speisekarte verkleinern.

- Aushang im Schaufenster oder Aufsteller am Eingang platzieren.

- Newsletter mit aktuellem Angebot versenden.

- Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram etc.) bespielen und ansprechendes Bildmaterial verwenden, Kontaktaufnahme erleichtern.

Portale/Plattformen:

In vielen Städten und Gemeinden am Mittleren Niederrhein haben sich lokale Händler, Dienstleister und Gastronomen zusammengeschlossen, um gemeinsam Initiativen zu starten. Nutzen Sie die örtlichen Plattformen, um auf Ihr Angebot aufmerksam zu machen.

Hygienevorschriften:

Einhaltung der Anforderungen der aktuellen CoronaSchV wie zum Beispiel:

- Mund-Nasen-Schutz muss im Wartebereich und bei der Speisenübergabe von Gast und Gastwirt getragen werden.

- Mindestabstand unter den wartenden Kunden muss eingehalten werden.

- Der Verzehr in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung ist untersagt.

- Beim Ausliefern ist darauf zu achten, dass das Essen vor der Tür abzustellen ist.

- Der direkte Kundenkontakt muss vermieden werden.

 

Einhaltung der Hygienevorschriften wie zum Beispiel:

- Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen (Lebensmittelinformationsverordnung).

- Einhaltung von Kühl- bzw. Heißhaltetemperaturen bis zur Übergabe +65 Grad C; + 7 Grad C.

- Abgabe in „geschlossenen Behältnissen“ zur Vermeidung einer nachteiligen Beeinflussung.

- Mehrweggeschirr - Spülen bei mindestens 60 Grad C.

- Mitgebrachte Behältnisse auf Sauberkeitszustand prüfen; auf Tablett stellen; möglichst nicht berühren.

- Einweggeschirr muss lebensmitteltauglich sein; Glas-und-Gabel-Symbol.

Zahlungsregelungen:

Das bargeldlose Bezahlverfahren ist ein wichtiger Bestandteil im Umgang mit Ihren Gästen. Um den direkten Kontakt mit Ihren Gäste zu minimieren, ist es vorteilhaft, das Bezahlen per EC, PayPal oder Kreditkarte zu forcieren.

Verpackung:

Eine Ausnahme im Verpackungsgesetz gilt für die Serviceverpackungen. Serviceverpackungen sind Verpackungen, die erst beim Letztvertreiber befüllt werden, um die Übergabe von Waren an den Endverbraucher zu ermöglichen oder zu unterstützen. Beispiele: Brötchentüten, Tragetaschen, Coffee-to-Go-Becher, Imbisseinwegteller und -tassen. Folgende Sonderregelung gilt: Der Letztvertreiber kann Pflichten nach dem Verpackungsgesetz auf Vorvertriebsstufe delegieren. Den an den Endverbraucher abgebenden Vertreiber treffen dann keine weiteren Pflichten mehr aus dem Verpackungsgesetz. Das Einwegbesteck ist keine Verpackung.

Weitere Informationen

Verbot von Einwegkunststoffartikeln:

Ab dem 3. Juli 2021 dürfen zahlreiche Einwegartikel aus Kunststoff (Einmalbesteck und –teller, Trinkhalme, Rührstäbchen etc. ) nicht mehr verkauft werden. Die Lagerbestände bei den Vertreibern dürfen aber noch aufgebraucht werden.

Nutzen Sie jetzt schon Verpackungen aus alternativen Materialien, wie zum Beispiel:

- Zuckerrohr/Bagasse (natürliches Nebenprodukt bei der Zuckergewinnung)

- Holz, Papier, Karton & Co.

- Kunststoff z.B. aus Maisstärke (PLA)

- Bambus

- Wiederverwendbares Geschirr wie Coffee-to-Go Becher oder Schalen